📢 Pressemitteilung

Lehrer baut mit Schülern ENIAC-Replik

27. April 2026·Quelle: IEEE Spectrum Robotics

Nach Informationen von IEEE Spectrum hat Tom Burick, ehemaliger Robotik-Unternehmer und jetzt Technologie-Lehrer an einer Schule für neurodiverse Schüler in Arizona, mit seinen Studierenden eine lebensgroße Nachbildung des historischen ENIAC-Computers aus den 1940er-Jahren gebaut. Das Projekt zum 80. Jahrestag des Originalcomputers umfasste 18.000 simulierte Vakuumröhren und nutzte dabei spezifische Stärken von Schülern mit Autismus und Lernbesonderheiten.

Burick selbst hat Dyscalkulie und sieht seine Neurodivergenz als "Superkraft" – besonders für 3D-räumliches Denken und Robotik. Sein pädagogisches Ansatz nutzt bewusst Fähigkeiten wie Hyperfokussierung und Präzision, die viele neurodiverse Menschen mitbringen. Das zeigt, wie spezialisierte Schulen mit passenden Projekten echte Stärkenorientierung umsetzen können.

Unsere Einordnung

Ein Paradebeispiel für inklusives MINT-Lernen: Burick zeigt, wie Schulen echte technische Herausforderungen nutzen können, um neurodiverse Talente zu fördern – statt Kompensation zu lehren. Seine Erkenntnis, dass Dyscalkulie ihn zum besseren Robotiker machte, unterminiert das Defizit-Narrativ und könnte Schulen weltweit inspirieren, ähnliche Ansätze zu wagen.

Schlüsselfakten

  • Tom Burick leitete mit Schülern den Bau einer maßstabsgetreuen ENIAC-Replik zum 80. Jahrestag des Originalcomputers
  • Das Projekt umfasste 18.000 simulierte Vakuumröhren, 40 Paneele und dauerte mehrere Monate
  • Burick, selbst Dyscalkulie-Träger, unterrichtet neurodiverse Schüler an der PS Academy Arizona und sieht deren Besonderheiten als Stärken

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